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Forschungszentrum Weihenstephan
für Brau- und Lebensmittelqualität

Abteilung für Instrumentelle Analytik

Die Abteilung für Instrumentelle Analytik bearbeitet den CTA-Bereich ergänzende bzw. darüber
hinausgehende Fragestellungen und Probleme. Sie verfügt über die modernsten analytischen Geräte
um auch schwierigste Fragen in der Qualitätssicherung der Brauindustrie zu lösen.

Die Kompetenz, verbunden mit exzellentem Know How, wird auch gerne von Betrieben der
Lebensmittelindustrie, der Wasserwirtschaft sowie von Ämtern aus dem In- und Ausland sehr geschätzt
und die Dienste gerne in Anspruch genommen, wie die steigenden Analysenzahlen
aus diesem Bereich belegen.

 


Die Abteilung unterhält elf Gaschromatographen mit verschiedenen Detektoren und Probenaufgabesystemen,
3 Massenspektrometer-Systeme gekoppelt an Gaschromatographen, ein Hochleistungsflüssigchromatographie-
Massenspektrometersystem, 4 Hochleistungsflüssigchromatographiesysteme, 3 moderne Ionenchromatographen,
einen TOC-Analyzer, ein Oberflächenspannungsmessgerät, ein leistungsfähiges Atomabsorptionsspektrometer
ausgestattet mit Hydrid- und Graphitrohrtechniken, etc. Ein optisches Emissionsspektrometer mittels induktiv
gekoppelten Plasmas erledigt schnell und präzise Schwermetall- und weitere Elementanalysen.


Teilbereiche des umfassenden Analysenspektrums der Abteilung sind z.B. die Analyse von: 

• Aroma- und Bitterstoffen des Hopfens
• für die Alterung verantwortliche Stoffe
• Kontaminationen wie Nitrosamine, Nitrat, Mykotoxine
• Kontaminationen von Metallen und Schwermetallen
• Aromaprofilanalyse des Bieres
• Desinfektionsmittel und chemische Rückstände in Bieren und in gereinigten Flaschen
• Fettsäuren und Fettsäureester

Neben den Standarduntersuchungen, die nach gängigen MEBAK-, EBC-, ASBC- und TVO-Methoden durchgeführt werden, kommen viele Proben mit Qualitätsproblemen aus verschiedensten Betrieben zur Analyse. Diese Proben weisen nicht selten Fehlaromen auf. In den meisten Fällen hilft eine massenspektrometrische Untersuchung weiter.

Beispielhaft sind unten 2 GCMS-Läufe abgebildet. Die beanstandete Probe enthielt einen Aromaextrakt für Radlerherstellung. Das Radler wich vom gewohnten Geruch und Geschmack ab. Die Ursache war der Aromaextrakt, der bei der neuen Charge eine geänderte Zusammensetzung aufwies. 

Kontaminationen, die über Rohstoffe, Hilfsstoffe oder Reinigungsmittel in das Endprodukt gelangen können, beeinträchtigen die Qualität erheblich. Hierbei treten Schwermetalle aus Filterhilfsmitteln, Nitrosamine, Desinfektionsmittel- und Tensidreste, im besonderen Maße auf. Eine regelmäßige Analyse wie z.B. bei einer neuen Charge erspart dem Betrieb unangenehme Überraschungen.